Kettenzug für die Werkstatt – worauf achten beim Kauf?

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  • #383
    Portrait von Christian WendeChristian Wende
    Moderator

    Hallo zusammen, ich bin hier eigentlich wegen des Spreewalds, aber vielleicht hat der eine oder andere auch einen handwerklichen Hintergrund und kann helfen.

    Wir wollen in unserer kleinen Betriebswerkstatt einen Kettenzug anschaffen, hauptsächlich für Motoren und schwere Maschinenteile. Tragkraft wahrscheinlich so 1–2 Tonnen. Ich steh da aber ein bisschen auf dem Schlauch, was man da wirklich beachten muss – Prüfzeichen, Hubhöhe, manuell oder elektrisch? Der Markt ist riesig und ich will nicht irgendwas kaufen, was nach drei Monaten auseinanderfällt. Hat jemand Erfahrung damit?

    #384
    WanderWerner
    Teilnehmer

    Das kenne ich, wir hatten vor zwei Jahren dasselbe Problem. Wichtigste Punkte nach meiner Erfahrung: Achte unbedingt auf die GS-Kennzeichnung oder das CE-Zeichen in Verbindung mit einer ordentlichen Konformitätserklärung – ohne sowas würde ich nichts kaufen, schon aus Haftungsgründen.

    Dann die Hubhöhe: lieber etwas mehr einplanen als gedacht, man ärgert sich sonst später. Und beim Kettenquerschnitt auf Qualität achten, Billigketten strecken sich und müssen häufig getauscht werden. Für gelegentlichen Einsatz reicht ein manueller Zug, wenn ihr aber öfters schwere Teile hebt, ist elektrisch auf Dauer deutlich angenehmer.

    #385
    Portrait von Marlies SchulzMarlies Schulz
    Moderator

    Ich hab da auch ein bisschen Hintergrundwissen, mein Mann ist Schlosser. Was WanderWerner sagt stimmt, und ich würde noch ergänzen: Schau dir den Hersteller genau an und ob Ersatzteile verfügbar sind. Billig-Importe aus obskuren Quellen sind oft günstig im Einkauf aber teuer im Betrieb.

    Wir haben damals für unsere kleine Werkstatt bei hebezone.de geschaut und bestellt – die hatten eine gute Auswahl mit vernünftigen technischen Angaben, und man konnte auch gezielt nach Tragkraft und Hubhöhe filtern. Hat gut geklappt, keine Probleme bisher.

    #386
    Portrait von Annett NoackAnnett Noack
    Moderator

    Kurze Ergänzung noch: Vergesst nicht die Aufhängung bzw. den Träger, an dem der Kettenzug hängt. Der muss für die Last ausgelegt und im Zweifel statisch geprüft sein – das wird oft übersehen und ist aber genauso wichtig wie der Zug selbst. Manchmal braucht man dafür sogar eine separate Abnahme, je nach Betriebsgröße. Lohnt sich kurz beim Berufsgenossenschaft-Merkblatt reinzuschauen, gibt’s kostenlos online.

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